Achtsamkeit

Die Achtsamkeitspraxis baut auf mentalem Training und Selbstbeobachtung auf. Sie besteht darin, auf eine bestimmte Weise im Hier und Jetzt aufmerksam zu sein. Verbunden mit einer inneren Haltung aus Interesse, Urteilsfreiheit und Freundlichkeit soll Achtsamkeit uns ermöglichen, uns bewusst für eine Verhaltensweise zu entscheiden. Sie kann von Erwachsenen genauso gut wie von Kindern ab 3-4 Jahren geübt werden.


Die Praxis ist einfach: Einige Minuten an einem ruhigen Ort still sitzen, Atemübungen machen und sich auf Körper, Gedanken oder sein Umfeld konzentrieren. Ein Achtsamkeitstraining fördert übergreifende soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen, wie Konzentrationsfähigkeit, Selbstregulation, Stressmanagement, pro-soziales Handeln. Heute wissen wir, dass diese Fähigkeiten die Grundlage für den Schulerfolg sowie für körperliches und psychisches Wohlbefinden sind.

Über 700 wissenschaftliche Studien jährlich liefern neue Erkenntnisse zu den positiven Auswirkungen von Achtsamkeit. Für Lehrpersonen zum Beispiel hat sie sich als effektive Intervention in der Stressprävention und Burnout-Prophylaxe erwiesen. Bereits mehrere Länder - darunter die USA, Kanada, England und Holland – integrieren Achtsamkeitstrainings in Schulen.

«Studien von Programmen, die Schüler direkt in Achtsamkeit trainieren, haben eine grosse Anzahl von kognitiven, sozialen und psychologischen Nutzen bei Primarschülern sowie Sekundarschülern aufgezeigt. Dazu gehören eine Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses, Aufmerksamkeit, Schulleistung, Sozialkompetenzen, Emotionsregulierung und Selbstwertgefühl sowie laut eigenen Angaben der Schüler Verbesserungen des Gemütszustands und eine Verringerung von Angstzuständen, Stress und Ermüdungserscheinungen. Achtsamkeit fördert die Kapazität der Schüler mit ihren psychologischen sowie schulischen Herausforderungen zurechtzukommen.» 

(Meiklejohn et al., 2012)